Could not connect to a default or fallback server bedeutet: BungeeCord läuft, konnte den Spieler aber an kein erlaubtes Startziel übergeben. Die Ursache liegt normalerweise in priorities, Backendstatus, Adresse/Port, Firewall, Forwarding oder Protokollkompatibilität.
Öffne den Backend-Port zur Fehlersuche nicht pauschal für das Internet. Teste aus Sicht des Proxys und erlaube weiterhin nur dessen verifizierten Pfad. Das sichere Zielbild zeigt der BungeeCord-Setup-Pillar.
Diagnosebaum
Existiert jeder priorities-Name unter servers?
├─ nein -> Namen und Groß-/Kleinschreibung korrigieren
└─ ja
Ist mindestens ein Ziel vollständig gestartet?
├─ nein -> Backend-Startfehler lösen
└─ ja
Erreicht der Proxy exakt diese Adresse und diesen Port?
├─ nein -> Adresse, Allokation, Route und Firewall prüfen
└─ ja
Stimmen Forwarding und Versionen?
├─ nein -> Konfiguration konsistent korrigieren
└─ ja -> ersten konkreten Proxy-/Backend-Stacktrace prüfen
1. priorities gegen servers vergleichen
servers:
lobby:
address: <LOBBY-ADRESSE>:<PORT>
restricted: false
listeners:
- priorities:
- lobby
lobby, Lobby und lobby sind nicht derselbe Schlüssel. Jeder Eintrag in priorities muss unter servers existieren. Mit mehreren Zielen probiert BungeeCord sie in Reihenfolge; ein kaputtes erstes Ziel darf den zweiten Fallback nicht ebenfalls verdecken.
2. Backend wirklich starten
Ein Containerstatus „running“ reicht nicht. Lies das Backendlog bis zur Fertigmeldung. Typische Startblocker sind:
- EULA nicht akzeptiert;
- falsches Java-Image;
- beschädigte oder inkompatible Plugin-JAR;
- Welt-/Mod-Fehler;
- Port bereits belegt;
- Server hört auf einer anderen Allokation.
Teste anschließend die konkrete servers.<name>.address. Ein Ping auf die Host-IP beweist nicht, dass der Minecraft-TCP-Port erreichbar ist.
3. Adresse aus Proxy-Sicht prüfen
127.0.0.1 zeigt im Proxycontainer auf den Proxycontainer selbst. Nutze es nur, wenn Backend und Proxy nachweislich denselben Netzwerk-Namespace teilen. Bei getrennten Instanzen brauchst du die vom Proxy erreichbare Backendadresse.
Fehlermuster:
| Meldung | Typische Bedeutung |
|---|---|
Connection refused |
am Zielport lauscht nichts oder eine Regel lehnt aktiv ab |
| Timeout | Route oder Firewall verwirft, Ziel hängt oder Adresse ist falsch |
Unknown host |
DNS-/Hostnamefehler |
Address already in use |
doppelter Listener/Portkonflikt |
Auf game-serverhosting schützt der aktive Backend-Guard die bewiesenen BungeeCord-Pfade. Wenn der Proxy gestoppt ist oder seine konkrete Quelle fehlt, bleibt der Backendpfad absichtlich Drop-only. Starte den richtigen Proxy und warte auf die Neubewertung, statt die Schutzregel zu entfernen.
4. Firewall zielgenau prüfen
Die Firewall muss zwei Aussagen gleichzeitig erfüllen:
- der zugehörige Proxy erreicht den Backend-TCP-Port;
- eine unabhängige Quelle erreicht ihn nicht.
Wenn beide scheitern, prüfe zuerst die konkrete Proxy-Zuordnung und Quellauflösung. Wenn beide funktionieren, ist das Backend ungeschützt. Eine Freigabe für ein komplettes Shared-Hosting- oder Docker-Subnetz ist keine saubere Reparatur.
5. Forwarding-Werte vergleichen
Für klassisches BungeeCord mit Paper/Spigot:
- Proxy
online_mode: true; - Proxy
ip_forward: true; - Backend
server.propertiesmitonline-mode=false; - Backend
spigot.ymlmitsettings.bungeecord: true; - Paper
proxies.bungee-cord.online-mode: true, wenn der Proxy online authentifiziert.
Eine Meldung wie If you wish to use IP forwarding... zeigt häufig eine inkonsistente Proxy-/Backendkonfiguration. Ändere diese Werte wegen möglicher UUID-Wechsel nur nach Backup und mit dem Forwarding-Sicherheitsguide.
6. Version und Plugins isolieren
Vergleiche Client-, Proxy- und Backend-Protokoll. Ein offener TCP-Port kann trotzdem einen Join ablehnen. Starte nach Möglichkeit mit Lobby ohne neu hinzugefügte Proxy-Plugins. Installiere BungeeCord-Plugins nur auf dem Proxy und Bukkit/Paper-Plugins nur auf Backends; der Plugin-Guide erklärt die Ebenen.
Entferne Plugins nicht blind aus einer Produktion. Sichere plugins/ und Konfiguration, ändere eine Variable in einer Kopie und rolle bei Misserfolg zurück.
7. Domain erst nach dem Direktpfad prüfen
Teste zuerst die öffentliche Proxy-IP plus Port. Funktioniert sie, aber die Domain nicht, untersuche A/AAAA und SRV getrennt. Der SRV-Targetname muss auf den Proxy zeigen. Nutze den Domain-/SRV-Guide.
Abschlussprüfung
Der Fehler ist erst gelöst, wenn TCP, Minecraft-Ping und echter Lobby-Join über den Proxy grün sind. Wiederhole danach den unabhängigen Negativtest zum Backend. Für einen Umbau oder Versionswechsel verwende vorher den Backup- und Rollbackpfad. Crossplay kommt erst danach; TCP und Geyser-UDP werden getrennt geprüft.