Chunky erzeugt Weltbereiche vorab und kann dadurch Last durch neue Chunkgenerierung während des Spielens reduzieren. Wähle Welt, Form und Radius bewusst und prüfe freien Speicher. Vorgenerierte Chunks müssen später weiterhin geladen und simuliert werden; Lag verschwindet dadurch nicht garantiert. Die Bildschirmfotos stammen aus einem Testserver mit Paper 1.21.4 und Chunky 1.4.40.

Installation

Chunky gibt es als Plugin für Paper und Spigot und als Mod für Fabric, NeoForge und Forge. Im Panel findest du es unter Plugins → Browser; auf der Plugin-Seite gibt es außerdem den Chunky-Assistenten, der die Erzeugung startet und den Fortschritt anzeigt. Die Befehle brauchen das Recht chunky.command; sie gehören in die Moderationsgruppe.

Bereich festlegen und starten

Die Erzeugung läuft in vier Schritten:

/chunky world welt
/chunky shape square
/chunky center 4000 4000
/chunky radius 128
/chunky start

world wählt die Welt (Standard: die Welt, in der du stehst). shape legt die Form fest; square ist die übliche, circle spart Ecken. center ist der Mittelpunkt, radius der Abstand in Blöcken zum Rand. Chunky bestätigt jede Einstellung im Chat und meldet beim Start Welt, Form, Mittelpunkt und Radius.

Chunky-Ausgabe: Auswahl gesetzt, Aufgabe gestartet, keine weiteren Aufgaben
Chunky-Ausgabe: Auswahl gesetzt, Aufgabe gestartet, keine weiteren Aufgaben

Wenn die Welt eine Weltgrenze hat, übernimmt /chunky worldborder sie direkt als Bereich. Das ist der sauberste Weg, weil Spieler ohnehin nicht darüber hinaus kommen.

Wie groß soll der Bereich sein?

Für einen quadratischen Bereich lässt sich die Fläche grob mit (2 × Radius)² planen. Die tatsächlich bearbeiteten Chunks hängen von Chunk-Grenzen, Mittelpunkt und Auswahl ab; prüfe sie in Chunky statt aus der Blockfläche eine exakte Auftragszahl abzuleiten. Die Datenträgerbelegung hängt von Welt, Dimension, Entities und Erweiterungen ab. Messe sie an einem kleinen Bereich und plane ausreichende Reserve; eine feste KB-pro-Chunk-Zahl ist keine verlässliche Kapazitätszusage. Prüfe vor dem Start den freien Speicher deines Servers im Panel.

Wähle den Radius nach Erkundungsziel und Weltgrenze. Die Spielerzahl allein bestimmt ihn nicht. Der Nether hat eine 8:1-Koordinatenskalierung für Portale; für seine eigene Erkundung und Vorgenerierung legst du einen passenden Bereich separat fest.

Eine bespielte Welt nachträglich vorgenerieren

Chunky erzeugt nur Chunks, die noch nicht auf der Festplatte liegen. Eine Welt, auf der schon gespielt wurde, kannst du deshalb jederzeit nachziehen: Bereits besuchte Bereiche werden übersprungen, der Fortschritt springt am Anfang schnell und wird langsamer, sobald unbekanntes Gelände beginnt.

Wichtig ist die Reihenfolge bei einer neuen Weltgrenze: Setze zuerst die Grenze, dann /chunky worldborder und erst danach /chunky start. Andernfalls erzeugst du Chunks, die hinter der Grenze liegen und nicht betreten werden — sie kosten Speicherplatz ohne Nutzen. Overworld, Nether und End sind getrennte Welten und brauchen je einen eigenen Durchlauf mit /chunky world.

Während der Erzeugung

Gehe nicht von einer garantierten automatischen Spielerpriorität aus. Beobachte die Serverlast und pausiere die Aufgabe bei Bedarf, sobald Spieler durch die Generierung gestört werden. Trotzdem lohnt es sich, große Bereiche nachts oder bei leerem Server laufen zu lassen. Nützliche Befehle:

  • /chunky progress zeigt Fortschritt, Chunks pro Sekunde und Restzeit.
  • /chunky pause welt hält an und speichert den Aufgabenstand; /chunky continue welt setzt eine gespeicherte Aufgabe fort.
  • /chunky cancel welt bricht ab; bereits erzeugte Chunks bleiben.

Ersetze welt durch den tatsächlichen Weltordner. Bei Pause, Fortsetzen und Abbruch wirkt ein weggelassenes Weltargument auf alle Welten; die zuvor gewählte Auswahlwelt grenzt diese Verwaltungsbefehle nicht automatisch ein.

Die Geschwindigkeit hängt von der CPU ab. Miss die tatsächliche Rate mit /chunky progress; Weltgenerierung, Hardware, Dimension und Mods verändern die Laufzeit.

Typische Fehler

  • Server voll. Die Erzeugung bricht ab, wenn die Festplatte volläuft, und der Server kann nicht mehr speichern. Vorher Speicher prüfen, Backup anlegen.
  • Falsche Welt. Der Befehl nahm die Welt, in der du standest. /chunky world mit Namen setzen.
  • Erzeugung nach Neustart steht. Aufgaben werden beim Pausieren und normalen Herunterfahren gespeichert. Automatisches Fortsetzen ist standardmäßig aus und braucht continue-on-restart; prüfe vorhandene Aufgaben, bevor du manuell /chunky continue welt nutzt. Ein harter Abbruch kann den zuletzt gespeicherten Stand begrenzen.
  • Bereich zu klein. Chunky erzeugt nichts außerhalb des Bereichs; Spieler, die weiter reisen, lösen wieder das normale Chunk-Laden aus.

FAQ

Wie lange dauert die Vorgenerierung?

Eine feste Laufzeit pro Kern oder Radius lässt sich ohne Messung nicht zuverlässig nennen. /chunky progress nennt Chunks pro Sekunde und die geschätzte Restzeit für deinen konkreten Server.

Muss der Server während der Vorgenerierung leer sein?

Ein leerer Server ist keine Pflicht. Automatische Spielerpriorität ist jedoch keine allgemeine Zusage; prüfe TPS und pausiere bei störender Last. Für große Bereiche lohnt trotzdem ein Zeitfenster mit leerem Server, weil der Durchlauf dann deutlich schneller fertig ist.

Wie viel Speicherplatz brauche ich?

Das hängt vom Weltinhalt und den Erweiterungen ab. Miss einen kleinen Testbereich und plane Reserve statt eine feste GB-pro-Radius-Regel zu übernehmen. Prüfe den freien Speicher im Panel, bevor du startest — läuft die Festplatte voll, kann der Server nicht mehr speichern.

Muss ich Nether und End separat vorgenerieren?

Ja, jede Dimension ist eine eigene Welt und braucht einen eigenen Durchlauf mit /chunky world. Die 8:1-Portal-Koordinatenskalierung bestimmt nicht automatisch einen ausreichenden Erkundungsradius. Wähle den Nether-Bereich passend zu euren geplanten Wegen.

Geht der Fortschritt bei einem Neustart verloren?

Beim Pausieren und normalen Herunterfahren speichert Chunky die Aufgabe. Standardmäßig startet sie danach nicht von selbst; dafür gibt es continue-on-restart. Prüfe die gespeicherte Aufgabe und setze sie bei Bedarf mit /chunky continue welt fort. /chunky cancel welt verwirft die Aufgabe, entfernt aber keine bereits erzeugten Chunks.

Weiterführende Guides

Ob das Chunk-Laden wirklich die Ursache für Ruckler ist, zeigt spark: Lag analysieren. Die Weltgrenze und andere Grundwerte erklärt server.properties konfigurieren.

Quellen

Laufzeit und Speicher an einem kleinen Bereich messen

Beginne mit einem begrenzten Testgebiet in der vorgesehenen Dimension. Notiere Fortschritt, tatsächliche Chunks pro Sekunde und zusätzliche Datenträgerbelegung. Nutze diese Werte als grobe Planung für einen größeren Bereich, statt universelle Minuten- oder KB-pro-Chunk-Angaben zu übernehmen. Beobachte TPS während der Aufgabe und pausiere bei störender Belastung. Wähle den Nether-Radius nach tatsächlich benötigtem Gebiet; die Portal-Koordinatenskalierung ist keine Pflichtgrenze für Erkundung. Prüfe nach einer Pause die gespeicherte Aufgabe und Zielwelt, bevor du fortsetzt. Bereits erzeugte Chunks bleiben auch nach Abbruch bestehen.

Chunky: Beispiel ansehen

Eigene Aufnahmen aus einer Demo-Umgebung. Die gezeigte Version und Einrichtung können von deinem Server abweichen.

  1. Dieselbe Flugroute zeigt den Unterschied vor und nach der Vorgenerierung. Der zweite Durchlauf kann zusätzlich vom Cache profitieren; daraus lässt sich kein allgemeiner Leistungswert ableiten.
Vergleich derselben Flugroute: links ohne, rechts nach Vorgenerierung. Einzelspieler-Demo auf einem M1 Pro, kein Server-Benchmark.
Vergleich derselben Flugroute: links ohne, rechts nach Vorgenerierung. Einzelspieler-Demo auf einem M1 Pro, kein Server-Benchmark.

Minecraft-Demo · 2026-09-25

Für dieses Beispiel wurde der Radius auf 128 Blöcke gesetzt.
Für dieses Beispiel wurde der Radius auf 128 Blöcke gesetzt.

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