Auf dem dokumentierten Pixelmon-9.4.1-Server steuerst du legendäre Spawnversuche über legendary.yml. legendary-spawn-ticks und legendary-spawn-chance regeln Versuchstakt und Chance, garantieren aber keinen Spawn. Prüfe nach dem Neustart die aktive Einstellung und danach die tatsächlichen Bedingungen im Spiel.
Stand dieses Guides: 25. September 2026. Alle Dateien, Schlüssel und Standardwerte haben wir auf einem frischen Testserver mit The Pixelmon Modpack 9.4.1 gelesen (Minecraft 1.21.1, NeoForge 21.1.248, 6 GB RAM). Aussagen aus dem offiziellen Pixelmon-Wiki kennzeichnen wir als solche.
Wo die Spawn-Einstellungen liegen
Pixelmon 9.4.1 legt beim ersten Start einen Ordner config/pixelmon mit YAML-Dateien an. Alles, was mit Spawns zu tun hat, steht im Unterordner config/pixelmon/spawning:
| Datei | Worum es geht |
|---|---|
legendary.yml |
legendäre Spawns: Häufigkeit, Chance, Verschwinden, Servernachricht |
boss.yml |
Boss- und Mega-Boss-Spawns |
wild.yml |
normale wilde Spawns: Menge, Abstand, Takt |
general.yml |
allgemeine Werte wie Schimmer-Rate, Despawn-Radius, gesperrte Dimensionen |
ultra_space.yml |
Einstellungen für die eigene Dimension Ultra Space (Inhalt nicht ausgewertet) |
Achtung, falls du ältere Anleitungen liest: Das Pixelmon-Wiki spricht in seinen Fragen und Antworten noch von einer Datei spawning.yml. Die gibt es in 9.4.1 nicht mehr. Die Schlüssel stehen jetzt in den Dateien oben.
Legendäre Spawns: legendary.yml
Diese Standardwerte stehen nach dem ersten Start in config/pixelmon/spawning/legendary.yml. Die Wirkung haben wir aus den Kommentaren in der Datei übernommen, das Wiki beschreibt sie gleich.
| Schlüssel | Standard | Wirkung laut Kommentar in der Datei |
|---|---|---|
legendary-spawn-ticks |
25000 |
mittlerer Abstand zwischen zwei Spawn-Versuchen in Ticks; der tatsächliche Abstand liegt zwischen 60 und 140 Prozent davon |
legendary-spawn-chance |
0.3 |
Chance, dass ein Versuch gelingt (0 bis 1), wenn ein passender Ort gefunden wurde |
spawn-ticks-player-multiplier |
0.01 |
verkürzt den Abstand, je mehr Spieler online sind (gilt auch für Mega-Bosse) |
allow-legendary-spawn |
true |
natürliche legendäre Spawns an oder aus |
legendary-despawn-ticks |
6000 |
Ticks, bis ein legendäres Wesen wieder verschwindet |
display-legendary-global-message |
true |
Nachricht an alle mit dem Biom, in dem es erschienen ist |
do-legendary-raid-event |
true |
Nachricht, wenn ein legendäres Wesen in einem Raid-Bau erscheint |
In der Datei steht die Chance als 0.30000001192092896. Das ist nur die Schreibweise einer Gleitkommazahl und bedeutet 0.3, also 30 Prozent. Die Datei enthält außerdem Werte für eine Glocken-Mechanik und für sammelbare Zellen-Gegenstände; die brauchst du für die Spawnrate nicht.
Was die Werte in Minuten bedeuten
Minecraft rechnet mit 20 Ticks pro Sekunde. 25000 Ticks sind also rund 20,8 Minuten, 12000 Ticks genau 10 Minuten. Die Konsole zeigt das gerundet an: Auf unserem Testserver meldete /checkspawns legendary mit den Standardwerten „Time until next spawn attempt: 20 minutes“ und „Spawn chance: 30.0%“.
Rechnerisch ergibt sich mit den Standardwerten etwa alle 70 Minuten ein gelungener Versuch (20,8 Minuten geteilt durch 0.3). Das ist ein theoretischer Erwartungswert bei gleichbleibenden geeigneten Bedingungen, keine Obergrenze und keine Messung: Ein Versuch braucht laut Wiki einen Spieler als Mittelpunkt und einen Ort mit genug Platz. Ist niemand online oder findet sich kein Platz, erscheint nichts.
Den Einfluss der Spielerzahl beschreibt der Kommentar in der Datei mit dieser Formel: Abstand = legendary-spawn-ticks / (1 + (Spieler − 1) × spawn-ticks-player-multiplier). Mit dem Standard 0.01 und zehn Spielern sind das 25000 / 1.09, also rund 22900 Ticks oder gut 19 Minuten. Die Spielerzahl verkürzt den Abstand bei den Standardwerten also nur wenig. Gemessen haben wir das nicht.
Unser Änderungstest
So sind wir auf dem Testserver vorgegangen:
- Server im Panel gestoppt.
- In
legendary.ymllegendary-spawn-ticksvon25000auf12000undlegendary-spawn-chancevon0.3auf0.5gesetzt und gespeichert. - Server gestartet. Nach rund einer Minute stand in der Konsole die Zeile
Done (…). - Die Datei erneut geöffnet: Beide Werte standen noch so da. Pixelmon hat die Änderung beim Start nicht überschrieben.
- In der Konsole
/checkspawns legendaryeingegeben: „Time until next spawn attempt: 10 minutes.“ und „Spawn chance: 50.0%“. Vorher waren es 20 Minuten und 30 Prozent.
Die Änderung greift also nach einem Neustart. Ob dadurch tatsächlich mehr legendäre Wesen erscheinen, konnten wir nicht messen: Auf den Testserver konnte kein echter Spieler beitreten, und ohne Spieler findet kein legendärer Versuch statt. In der Konsole meldete der Befehl /legendaryspawn, der einen legendären Spawn-Versuch auslöst, deshalb nur „No one is online!“.

Boss-Spawns: boss.yml
| Schlüssel | Standard | Bedeutung |
|---|---|---|
boss-rate |
256.0 |
Seltenheit von Bossen als 1 zu x, ohne Mega-Bosse |
ultra-space-boss-modifier |
0.5 |
Faktor für Bosse in Ultra Space |
bosses-always-mega-if-possible |
true |
Bosse erscheinen als Mega-Form, wenn es eine gibt |
boss-spawn-ticks |
10000 |
Abstand der Mega-Boss-Versuche in Ticks |
boss-spawn-chance |
0.3 |
Chance je Mega-Boss-Versuch |
Werte und Bedeutung stammen aus der Datei auf unserem Testserver. Geändert haben wir sie nicht.
Normale Spawnrate: wild.yml
Wer mehr oder weniger wilde Pokémon in der Welt haben will, stellt das in config/pixelmon/spawning/wild.yml ein. Hier weichen die Werte in 9.4.1 an mehreren Stellen von der Tabelle auf der Wiki-Seite zur Config ab. Maßgeblich ist, was in deiner Datei steht:
| Schlüssel | Standard in 9.4.1 | Wiki-Seite „Config“ nennt |
|---|---|---|
entities-per-player |
30 |
30 |
spawns-per-pass |
5 |
2 |
spawn-frequency |
60.0 (Durchläufe pro Minute) |
60.0 |
minimum-distance-between-spawns |
4.0 |
15.0 |
minimum-distance-from-centre |
18 |
18 |
maximum-distance-from-centre |
120 |
64 |
horizontal-slice-radius |
5 |
10 |
vertical-slice-radius |
25 |
25 |
maximum-spawned-pokemon |
3000 |
3000 |
maximum-spawned-flying-pokemon |
500 |
500 |
maximum-spawned-flying-pokemon-per-player |
15 |
45 |
Die Wiki-Seite zum Spawning nennt dagegen dieselben Werte wie 9.4.1. Die drei letzten Schlüssel sind Obergrenzen: höchstens 3000 wilde Pokémon in der ganzen Welt, davon 500 fliegende, und 15 fliegende je Spieler. Pokémon aus Angeln, Befehlen und legendären Spawns zählen laut Kommentar in der Datei nicht mit.
Ein Hinweis aus general.yml: Der Kommentar zu player-tracking-spawner-spawn-collection-rate (Standard 2) empfiehlt auf Servern einen höheren Wert, weil das die Leistung schont. Ausprobiert haben wir das nicht.
Weitere Stellen, an denen Legendäre auftauchen
Nicht jedes legendäre Pokémon kommt aus der Datei oben. Laut Wiki erscheinen manche außerhalb dieses Systems, zum Beispiel über Schreine. Dafür gibt es eigene Schalter:
structures.yml:shrine-encounter-mode, StandardOnce. Laut Datei gibt es die ModiOnce,OncePerPlayer,OncePerMCDAy(so geschrieben),OncePerDayundUnlimited.raids.yml:raid-have-legendaries, Standardtrue. Daneben stehen dortden-respawn-time(Standard100) undden-respawn-chance(Standard0.75) für das Wiedererscheinen der Raid-Baue.
Welche Art wo und wie selten erscheint, steht nicht in den YAML-Dateien, sondern in Spawn-Daten innerhalb der Mod. Laut Wiki änderst du sie über ein Datapack mit dem Pfad data/pixelmon/spawning. Das ist ein eigenes Thema und nicht Teil dieses Guides.
Prüfen mit /checkspawns und /spawning
Diese Befehle haben wir auf dem Testserver in der Konsole ausprobiert:
| Befehl | Ergebnis in der Konsole |
|---|---|
/spawning |
„Spawner: On.“ |
/spawning diagnose |
„Better Spawner: Active.“ und „Spawner count: 12“ |
/checkspawns legendary |
Zeit bis zum nächsten legendären Versuch und Chance in Prozent |
/checkspawns ohne Typ |
braucht einen Spieler, aus der Konsole nicht nutzbar |
Das Wiki schreibt die Diagnose als dignostic. Das ist ein Tippfehler; in 9.4.1 heißt der Zusatz diagnose. Wer /checkspawns im Spiel nutzen darf, regelst du über Rechte-Knoten, siehe Ränge und Rechte mit LuckPerms. Laut Wiki braucht ein Spieler dafür den Grundknoten und zusätzlich den Knoten für den jeweiligen Typ.
Welche Werte sind sinnvoll?
Eine allgemeingültige Empfehlung können wir nicht geben, weil wir die Wirkung mit Spielern nicht gemessen haben. Als Orientierung:
- Kleine Runde mit Freunden: Der Abstand wird mit wenigen Spielern kaum kürzer. Wer Legendäre öfter sehen will, senkt
legendary-spawn-ticks, zum Beispiel auf 12000 wie in unserem Test. - Seltenheit erhalten: Lieber einen Wert nach dem anderen ändern und ein paar Spielabende beobachten, statt beide Regler stark zu drehen.
- Legendäre ganz abschalten:
allow-legendary-spawn: false. Schreine und Raids haben eigene Schalter, siehe oben. - Leistung: Mehr wilde Spawns heißt mehr Pokémon in der Welt. Wir bieten Pixelmon mit 6 GB an; ohne Spieler brauchte der Testserver rund 1,4 GB. Unter Last haben wir nicht gemessen.
Leg vor größeren Änderungen ein Backup an. Wenn du von einer älteren Pixelmon-Version kommst, übertrage deine alten Werte von Hand, siehe Pixelmon-Welt auf 1.21.1 übernehmen. Ob Pixelmon oder Cobblemon besser zu deiner Runde passt, zeigt Cobblemon vs. Pixelmon. Weitere Packs vergleicht Die besten Minecraft-Modpacks für den eigenen Server.
FAQ
Wo stelle ich legendäre Spawns bei Pixelmon ein?
In config/pixelmon/spawning/legendary.yml. Eine Datei spawning.yml, wie ältere Anleitungen sie nennen, gibt es in 9.4.1 nicht.
Wie oft erscheint ein Legendäres mit den Standardwerten? Ein Versuch findet im Mittel alle 25000 Ticks statt, rund 21 Minuten, und gelingt mit 30 Prozent. Unter konstant geeigneten Bedingungen ergibt das rechnerisch einen langfristigen Erwartungswert von ungefähr einem legendären Spawn pro 70 Minuten. Das ist keine feste Obergrenze oder Wartezeit: Kurze Zufallsfolgen können häufiger oder seltener ausfallen. Spieler müssen online sein und ein passender Ort muss gefunden werden. Gemessen haben wir diesen Durchschnitt nicht.
Muss ich den Server nach der Änderung neu starten? Wir haben die Datei bei gestopptem Server geändert und danach gestartet. So hat es funktioniert. Ob Pixelmon Änderungen auch im laufenden Betrieb übernimmt, haben wir nicht geprüft.
Überschreibt Pixelmon meine Änderungen beim Start? Auf unserem Testserver nicht. Die geänderten Werte standen nach dem Neustart unverändert in der Datei.
Warum weichen meine Werte vom Wiki ab?
Die Wiki-Seite zur Config ist bei wild.yml nicht auf dem Stand von 9.4.1. Maßgeblich ist die Datei auf deinem Server.
Kann ich legendäre Spawns ganz abschalten?
Ja, mit allow-legendary-spawn: false in legendary.yml. Schreine und Raids steuern eigene Schalter in structures.yml und raids.yml.
Quellen und Prüfstand
Prüfstand: Dateien, Schlüssel und Standardwerte haben wir am 24. und 25. September 2026 auf einem eigenen Testserver mit The Pixelmon Modpack 9.4.1 gelesen (NeoForge 21.1.248, Minecraft 1.21.1, 6 GB). Auf demselben Server haben wir legendary-spawn-ticks und legendary-spawn-chance geändert und das Ergebnis mit /checkspawns legendary geprüft. Der Server wurde danach gelöscht. Im Einzelnen:
- Testserver: Ordner
config/pixelmon/spawning, Standardwerte auslegendary.yml,boss.yml,wild.yml,general.yml,structures.ymlundraids.yml, Konsolenausgaben von/spawning,/spawning diagnose,/checkspawns legendaryund/legendaryspawn, Änderungstest 25000/0.3 auf 12000/0.5. - Wiki Config: Pixelmon-Wiki, Config (Schlüssel und Standardwerte, bei
legendary.ymlübereinstimmend, beiwild.ymlteils abweichend). - Wiki Commands: Pixelmon-Wiki, Commands (Grund- und Typknoten für
/checkspawns). - Wiki Spawning: Pixelmon-Wiki, Spawning (legendäre Spawn-Logik mit Spieler als Mittelpunkt, Schreine, Datapack-Pfad, Hinweis auf
spawning.yml). - Nicht gemessen: tatsächliche Spawns im Spiel (kein echter Spielerbeitritt möglich), die Wirkung von
spawn-ticks-player-multiplier, Despawn-Zeit, Schrein-Modi, Boss-Werte, Änderungen anwild.yml, Leistung unter Last. - Bild: eigene Aufnahme aus The Pixelmon Modpack ohne Shader, das Pokémon wurde per Befehl gesetzt.
Versuchschance und beobachteten Spawn auseinanderhalten
Notiere Spielversion, Konfigurationswerte und den Zeitraum mit online spielenden Personen. Kontrolliere für den gewünschten Spawn zusätzlich Biom, Tageszeit, Wetter und passenden Platz laut dessen Bedingungen. Eine korrekte Ausgabe von /checkspawns legendary bestätigt die geladenen Werte, nicht die Häufigkeit tatsächlich erschienener Pokémon. Ändere zunächst Takt oder Chance und vergleiche anschließend ein geeignetes längeres Fenster. Ein aus Ticks und Chance berechneter Mittelwert ist keine maximale Wartezeit; mehrere Versuche können nacheinander scheitern. Bewahre die alten Werte und kehre bei unerwünschter Wirkung gezielt zu ihnen zurück.