Minecraft-Ports entscheiden, ob Spieler deinen Server erreichen: Java nutzt standardmäßig TCP 25565, Bedrock UDP 19132, RCON häufig TCP 25575. Wenn du eine eigene Domain nutzt, kann ein SRV Record den Port verbergen. Wichtig ist immer die Kombination aus richtiger Edition, richtigem Protokoll, erreichbarer Adresse und sauber gesetzter Firewall.
Minecraft Ports – vollständige Übersicht
Standard-Ports
| Port | Protokoll | Verwendung |
|---|---|---|
| 25565 | TCP | Java Edition (Standard) |
| 19132 | UDP | Bedrock Edition / Geyser |
| 25575 | TCP | RCON (Remote Console) |
| 8123 | TCP | Dynmap (Webkarte) |
Die Minecraft Java Edition verwendet für normale Spieler-Verbindungen standardmäßig Port 25565 über TCP. Die Bedrock Edition arbeitet standardmäßig mit Port 19132 über UDP. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil ein offener TCP-Port 19132 Bedrock-Spielern nicht hilft und ein offener UDP-Port 25565 keinen normalen Java-Login ermöglicht.
RCON ist ein separater Verwaltungszugang. Er sollte nur aktiviert werden, wenn du ihn wirklich brauchst, mit starkem Passwort und möglichst eingeschränktem Zugriff. Dynmap oder ähnliche Webkarten laufen ebenfalls getrennt vom eigentlichen Minecraft-Port und benötigen nur dann eine Freigabe, wenn die Karte öffentlich erreichbar sein soll.
Als offizielle Primärquelle für die Standard-Serverkonfiguration nennt die Minecraft Wiki-Dokumentation zu server.properties unter anderem server-port für Java-Server: Dokumentation bei minecraft.wiki. Prüfe bei modifizierten Servern zusätzlich die Dokumentation der verwendeten Software, weil Plugins oder Proxy-Setups eigene Ports nutzen können.
Wann brauchst du welchen Port?
Java Edition
Für einen klassischen Java-Server reicht in der Regel ein TCP-Port. Wenn dein Server auf dem Standardport 25565 läuft, können Spieler meist nur die Domain oder IP-Adresse eintragen. Läuft der Server auf einem abweichenden Port, muss der Port normalerweise mit angegeben werden, zum Beispiel server.de:25566.
Wenn du parallel Versionen, Testserver oder mehrere Instanzen betreibst, bekommt jede Instanz einen eigenen Port. Für Versionswechsel und Server-Software ist nicht nur der Port relevant, sondern auch die Server-JAR. Dazu passt der interne Guide Minecraft Server-Version wechseln – Vanilla, Paper, Purpur, Forge & Fabric ohne Reinstall.
Bedrock Edition und Geyser
Bedrock-Spieler verbinden sich über UDP 19132, sofern kein anderer Port gesetzt ist. Geyser wird eingesetzt, wenn Bedrock-Clients auf einen Java-Server zugreifen sollen. Dann brauchst du weiterhin den Java-Port für Java-Spieler und zusätzlich einen UDP-Port für Bedrock-Spieler.
Die Grundregel lautet: Java-Spieler verbinden sich über TCP, Bedrock-Spieler über UDP. Wenn Cross-Play nicht funktioniert, prüfe deshalb zuerst, ob der Bedrock-Port tatsächlich als UDP erreichbar ist und ob Geyser zur installierten Server-Version passt. Für die Entscheidung zwischen Bedrock-Software und alternativen Setups hilft PocketMine oder BDS? Minecraft Bedrock Server-Software im Vergleich.
Was ist ein SRV Record?
Ein SRV Record ermöglicht es, dass Spieler sich ohne Port-Angabe verbinden können. Statt server.de:25566 reicht server.de.
_minecraft._tcp.server.de. 86400 IN SRV 0 5 25566 node1.server.de.
Der Record sagt dem Minecraft-Client: Für den Dienst Minecraft über TCP auf server.de soll intern Port 25566 auf node1.server.de verwendet werden. Der Zielhost sollte als A- oder AAAA-Record auflösbar sein. Trage beim Ziel nicht direkt eine IP-Adresse in den SRV Record ein, sondern einen Hostnamen.
Für Java-Server ist der Dienstname üblicherweise _minecraft._tcp. Bei Bedrock-Setups wird SRV-Unterstützung nicht in jedem Client- und Plattformkontext gleich genutzt. Verlasse dich deshalb bei Bedrock nicht blind darauf, dass ein SRV Record die manuelle Portangabe überall ersetzt.
Port-Weiterleitung und Hosting-Panel
Wenn du einen Server zuhause hostest, musst du Ports in deinem Router freigeben:
- Router-Admin öffnen (meist 192.168.1.1)
- Port-Forwarding / NAT hinzufügen
- Port 25565 TCP auf die lokale IP deines PCs weiterleiten
- Für Bedrock: Port 19132 UDP weiterleiten
Bei einem gemieteten Gameserver entfällt die Router-Freigabe in der Regel, weil der Server in einer Rechenzentrumsumgebung läuft. Entscheidend ist dann, welche Adresse und Ports dein Anbieter im Panel ausweist und welche zusätzlichen Freigaben für optionale Dienste vorgesehen sind. Bei game-serverhosting steht der Betrieb eines bezahlten Multi-Game-Servers im Mittelpunkt: technische Kontrolle, nachvollziehbare Einstellungen, Support und transparente Abläufe sind wichtiger als Router-Bastelei auf einem Heimanschluss.
Wenn du wissen willst, was nach einer Bestellung technisch passiert, passt der interne Überblick Server-Bereitstellung erklärt: Was passiert nach deiner Bestellung?.
Firewall-Konfiguration
Auf Linux-Servern mit ufw:
sudo ufw allow 25565/tcp # Java
sudo ufw allow 19132/udp # Bedrock
sudo ufw allow 25575/tcp # RCON (nur bei Bedarf)
Öffne nur Ports, die du wirklich nutzt. RCON sollte nicht pauschal öffentlich erreichbar sein. Wenn du RCON benötigst, beschränke den Zugriff nach Möglichkeit auf bekannte IP-Adressen oder nutze eine geschützte Verwaltungsumgebung. Nach jeder Änderung solltest du den Server neu laden oder neu starten, wenn die betroffene Software ihre Port-Konfiguration nur beim Start einliest.
Ergebnis prüfen
Starte den Minecraft-Server vollständig und warte, bis im Log erkennbar ist, dass die Welt geladen wurde und der Server Verbindungen annimmt. Teste dann mit einem externen Client, nicht nur vom selben Rechner oder aus demselben lokalen Netzwerk. Bei einer Domain prüfst du zusätzlich, ob DNS bereits aktualisiert wurde. Je nach TTL kann eine Änderung verzögert sichtbar werden.
Bei Java testest du die Adresse einmal mit und einmal ohne Port, falls ein SRV Record gesetzt ist. Bei Bedrock achtest du darauf, dass der Client die richtige Serveradresse und den richtigen UDP-Port verwendet. Wenn du parallel Welten wechselst oder hochlädst, stelle sicher, dass der Server danach wieder vollständig startet; dafür ist Minecraft-Welt hochladen & wechseln – eigene Map auf den Server hilfreich.
Troubleshooting
"Can't connect"
Meist ist die Adresse falsch, der Port nicht erreichbar oder DNS zeigt noch auf ein altes Ziel. Prüfe IP, Domain, Port, Protokoll und ob der Serverprozess wirklich läuft.
"Connection refused"
Dieser Fehler bedeutet häufig, dass am Ziel keine Anwendung auf dem angegebenen Port lauscht. Der Server ist eventuell gestoppt, abgestürzt oder auf einen anderen Port konfiguriert.
Bedrock funktioniert nicht
Prüfe, ob UDP freigegeben ist. Ein nur für TCP geöffneter Port reicht nicht. Bei Geyser kontrollierst du außerdem die Geyser-Konfiguration und ob der Bedrock-Port mit dem veröffentlichten Port übereinstimmt.
SRV Record greift nicht
Kontrolliere Dienstname, Protokoll, Zielhost, Port und DNS-Auflösung. Der Zielhost des SRV Records muss selbst auflösbar sein. Warte außerdem die TTL ab, bevor du eine Änderung als fehlgeschlagen bewertest.
Prüfung, Grenzen und sicherer Rückweg
Die Anleitung „Minecraft Server Ports erklärt – 25565, 19132, SRV Records“ gilt für den im Artikel beschriebenen Servertyp und den zum Prüfzeitpunkt sichtbaren Versionsstand. Menünamen, verfügbare Versionen, Mod- oder Plugin-Kompatibilität und benötigte Ressourcen können nach Updates abweichen. Übertrage deshalb keine Werte ungeprüft auf eine andere Spiel-, Loader- oder Serverversion.
Erstelle vor Änderungen an Welt, Spielstand, Konfiguration oder Erweiterungen ein Backup der betroffenen Dateien. Ändere anschließend nur einen zusammengehörigen Schritt und prüfe ihn mit derselben Client- und Serverversion, mit der du später spielen möchtest.
| Prüfpunkt | Erwartetes Ergebnis | Abbruch und Rückweg |
|---|---|---|
| Serverstart | Der Server erreicht ohne neue Fehlermeldung den betriebsbereiten Zustand. | Bei Startfehlern Änderung zurücknehmen und das letzte Backup einspielen. |
| Verbindungstest | Ein Testkonto kann über die im Panel angezeigte Adresse verbinden. | Bei Versions- oder Verbindungsfehlern Version, Port und Freigaben erneut abgleichen. |
| Funktionstest | Die konkret geänderte Funktion arbeitet, ohne bestehende Welt- oder Spieldaten zu beschädigen. | Bei Nebenwirkungen Server stoppen und gesicherte Dateien wiederherstellen. |
Ein erfolgreicher Einzeltest ist keine Leistungs- oder Verfügbarkeitsgarantie. Weltgröße, Mods, Plugins, Spielerzahl, Netzwerkweg und gleichzeitige Last können das Ergebnis verändern. Dokumentiere Version, Änderung und Testergebnis, damit du spätere Abweichungen nachvollziehen kannst.
FAQ
Welchen Port braucht ein Minecraft Java Server?
Standardmäßig nutzt ein Minecraft Java Server TCP 25565. Wenn dein Server auf einem anderen Port läuft, müssen Spieler diesen Port angeben oder du richtest einen passenden SRV Record ein.
Welchen Port braucht Minecraft Bedrock?
Minecraft Bedrock nutzt standardmäßig UDP 19132. Achte darauf, wirklich UDP freizugeben, nicht nur TCP.
Kann ich mehrere Minecraft-Server auf einer IP betreiben?
Ja, aber nicht alle auf demselben Port. Jede Instanz braucht einen eigenen Port oder eine vorgeschaltete Proxy- beziehungsweise DNS-Lösung, die sauber auf die jeweilige Instanz zeigt.
Brauche ich für RCON Port 25575?
Nur wenn RCON aktiviert ist und extern erreichbar sein soll. Für normale Spieler-Verbindungen wird RCON nicht benötigt. Aus Sicherheitsgründen solltest du RCON nur gezielt und geschützt freigeben.
Warum verbindet die Domain ohne Port nicht?
Entweder läuft der Java-Server nicht auf 25565 oder der SRV Record fehlt beziehungsweise ist falsch gesetzt. Prüfe den Record _minecraft._tcp, den Zielhost und den eingetragenen Port.