Plugins speichern ihre Einstellungen meist in YAML-Dateien im Ordner plugins/<Plugin>/. YAML ist ein Textformat, das seine Struktur über Einrückung mit Leerzeichen aufbaut. Schon ein Tabulator oder ein fehlendes Anführungszeichen reicht, damit ein Plugin eine Datei nicht mehr lesen kann. Jeder Abschnitt unten behandelt eine Meldung. Kommst du über „Mehr erfahren“ aus der Server-Gesundheit, bist du schon an der richtigen Stelle.

Den vollständigen Text findest du in der Konsole oder unter Dateien in logs/latest.log. Er nennt fast immer die Datei, oft auch Zeile und Spalte. Darunter folgt häufig ein Stacktrace, eine Liste eingerückter at-Zeilen, die zeigt, wo im Programm der Fehler entstand. Lege vor jeder Änderung an Konfigurations- oder Weltdateien unter Sicherungen eine Sicherung an. Bearbeite Dateien am besten bei gestopptem Server, denn manche Plugins überschreiben ihre Konfiguration beim Beenden.

YAML-Syntaxfehler in einer Plugin-Datei

So sieht die Meldung aus:

Cannot load plugins/<Plugin>/config.yml
org.bukkit.configuration.InvalidConfigurationException: sequence entries are not allowed here
 in 'reader', line <Zeile>, column <Spalte>:

Was dahintersteckt: Das Plugin konnte die genannte YAML-Datei beim Laden nicht lesen. YAML ist ein Textformat, das seine Struktur über Einrückung mit Leerzeichen aufbaut. Tabulatoren sind dort verboten, und manche Zeichen haben am Anfang eines Werts eine eigene Bedeutung. Die Meldung nennt Datei, Zeile und Spalte, das Zeichen ^ darunter zeigt auf die Fehlerstelle. Je nach Plugin fehlen dann einzelne Einstellungen oder das ganze Plugin.

So behebst du es:

  1. Öffne unter Dateien die Datei aus der ersten Zeile und geh zur genannten Zeile. Der Fehler liegt dort oder eine Zeile davor.
  2. Setze Werte, die mit &, *, %, @, { oder [ beginnen, in Anführungszeichen, zum Beispiel prefix: "&8[&aShop&8] ". Ein Backtick (`) ist am Wertanfang gar nicht erlaubt.
  3. Ersetze Tabulatoren durch Leerzeichen und rücke gleichrangige Einträge gleich weit ein.
  4. Prüfe die Datei mit einem YAML-Validator im Browser und starte den Server neu.

Gut zu wissen: Liegt die Fehlerstelle in Zeile 1, Spalte 1, wurde oft Text samt Markdown-Rahmen aus einem Chat kopiert. Lösche dann die Zeilen mit den drei Backticks am Anfang und am Ende. Listeneinträge mit - beginnen immer in einer eigenen Zeile unter ihrem Schlüssel.

Gespeichertes Item oder gespeicherter Ort in einer Plugin-Datei nicht lesbar

So sieht die Meldung aus:

[org.bukkit.configuration.serialization.ConfigurationSerialization] Could not call method 'public static org.bukkit.Location org.bukkit.Location.deserialize(java.util.Map)' of class org.bukkit.Location for deserialization
java.lang.IllegalArgumentException: unknown world

Was dahintersteckt: Plugins speichern Gegenstände (Kits, Shop-Waren, Menü-Items) und Orte (Homes, Warps, Spawnpunkte) als Datenblöcke in ihren YAML-Dateien. Ein Item, das unter einer älteren Minecraft-Version gespeichert wurde, kann das aktuelle Item-Format manchmal nicht mehr einlesen („Could not deserialize found primitive“). Steht unter der Meldung Location und unknown world, zeigt ein gespeicherter Ort auf eine Welt, die es nicht mehr gibt oder die beim Lesen noch nicht geladen war. Der Server läuft weiter, nur diese Einträge fehlen.

So behebst du es:

  1. Finde das betroffene Plugin. Die Zeilen direkt vor und nach der Meldung nennen meist das Plugin oder seine Datei.
  2. Lege eine Sicherung an, öffne die Datei unter Dateien und entferne oder erneuere die betroffenen Item-Einträge.
  3. Lege die Items danach im Spiel neu an, etwa das Kit oder die Shop-Ware.
  4. Bei unknown world: Lösche oder setze den Ort mit den Befehlen des Plugins neu. Gibt es die Welt noch, sorge dafür, dass sie geladen ist.
  5. Starte den Server neu und prüfe die Konsole.

Gut zu wissen: Hast du eine Welt gelöscht oder umbenannt, zeigen alte Homes und Warps ins Leere. Die Meldung verschwindet erst, wenn diese Einträge weg sind.

DeluxeMenus: zwei Menüs nutzen denselben Befehl

So sieht die Meldung aus:

[DeluxeMenus] open_command specified for menu: <Menü> already exists for another menu!
Skipping menu: <Menü>

Was dahintersteckt: In DeluxeMenus kann jedes Menü einen eigenen Befehl haben, mit dem Spieler es öffnen. Er steht in der Menü-Datei unter open_command. Tragen zwei Menü-Dateien denselben Befehl, überspringt DeluxeMenus das zweite Menü, und es ist im Spiel nicht erreichbar. Die Zeile „Skipping menu“ nennt das übersprungene Menü. Alle anderen Menüs und der Server laufen normal weiter. Häufigste Ursache: Eine Menü-Datei wurde als Vorlage kopiert und der Befehl nicht angepasst.

So behebst du es:

  1. Öffne unter Dateien den Ordner plugins/DeluxeMenus/gui_menus.
  2. Suche die Datei des übersprungenen Menüs und die Datei, die denselben open_command verwendet.
  3. Gib dem übersprungenen Menü einen eigenen, noch freien Befehl.
  4. Speichere und lade DeluxeMenus mit /dm reload neu, im Spiel mit Schrägstrich, in der Konsole ohne.
  5. Öffne das Menü testweise mit seinem neuen Befehl.

Gut zu wissen: Wird ein Menü nur aus einem anderen Menü heraus geöffnet, braucht es meist keinen eigenen Befehl. Dann kannst du den open_command dort auch weglassen.

Multiverse kann eine Welt nicht laden

So sieht die Meldung aus:

[Multiverse-Core] Failed to autoload world '<Welt>': Failure{reason=WORLD_FOLDER_INVALID}
[Multiverse-Core] Failed to import world <Welt>: Failure{reason=WORLD_FOLDER_INVALID}

Was dahintersteckt: Multiverse-Core merkt sich seine Welten in plugins/Multiverse-Core/worlds.yml und lädt sie beim Start. Die Meldung erscheint, wenn dort eine Welt steht, deren Ordner fehlt oder keine gültige Welt enthält (WORLD_FOLDER_INVALID), wenn Nether oder End schon vom Server selbst geladen werden („already match a world that exists“) oder wenn eine Welt importiert, aber nicht geladen wurde (WORLD_EXIST_UNLOADED). Die betroffene Welt ist dann nicht erreichbar. Der Server und die übrigen Welten laufen weiter.

So behebst du es:

  1. Prüfe unter Dateien, ob der Weltordner existiert. Eine gültige Welt enthält unter anderem die Datei level.dat und den Ordner region.
  2. Gibt es die Welt nicht mehr, entferne den veralteten Eintrag mit /mv remove <Welt>.
  3. Ist sie vorhanden, aber nicht geladen, lade sie mit /mv load <Welt>.
  4. Nether und End lädt der Server selbst, wenn sie in server.properties bzw. bukkit.yml aktiviert sind. Trage sie dann nicht zusätzlich in Multiverse ein.
  5. Starte den Server neu.

Gut zu wissen: Empfiehlt die Meldung das Werkzeug Chunkster zur Reparatur, stammt dieser Hinweis aus alten Bukkit-Zeiten. Spiel stattdessen eine Sicherung der Welt ein, siehe Weltdaten beschädigt, veraltet oder nicht speicherbar.

DeluxeMenus: Menüdatei ist ungültig

So sieht die Meldung aus:

[DeluxeMenus] Detected invalid configuration in file: <Menü>.yml
org.bukkit.configuration.InvalidConfigurationException: while scanning a simple key
 in 'reader', line <Zeile>, column <Spalte>:

Was dahintersteckt: DeluxeMenus kann die genannte Menüdatei nicht verarbeiten und lädt dieses Menü nicht. Spieler bekommen beim zugehörigen Befehl keine Oberfläche zu sehen, alle anderen Menüs funktionieren weiter. Den genauen Grund nennen die Zeilen direkt unter der Meldung, meist ein YAML-Fehler mit Zeile und Spalte. Typisch ist ein fehlendes Leerzeichen nach dem Doppelpunkt, also hide_attributes:true statt hide_attributes: true.

So behebst du es:

  1. Lies die Zeilen unter der Meldung und notiere Zeile und Spalte.
  2. Öffne die Menüdatei unter Dateien, meist im Ordner plugins/DeluxeMenus/gui_menus.
  3. Korrigiere die Stelle: ein Leerzeichen nach jedem Doppelpunkt, nur Leerzeichen zum Einrücken, Texte mit & oder # in Anführungszeichen.
  4. Folgt kein YAML-Fehler, prüfe die Optionen gegen die Anleitung von DeluxeMenus, zum Beispiel Materialnamen oder die Schreibweise von Bedingungen.
  5. Lade mit /dm reload neu und öffne das Menü zum Test.

Gut zu wissen: Ein # nach einem Leerzeichen leitet in YAML einen Kommentar ein. Ohne Anführungszeichen fehlt dann der Rest der Zeile, zum Beispiel bei Hex-Farben.

Plugin findet eine erwartete Datei nicht

So sieht die Meldung aus:

java.io.FileNotFoundException: plugins/<Plugin>/<Datei> (No such file or directory)

Was dahintersteckt: Das Plugin will eine Datei aus seinem Ordner unter plugins/ lesen, die es nicht gibt. Beim allerersten Start ist das normal, weil viele Plugins ihre Daten erst anlegen, wenn sie das erste Mal etwas speichern. Kommt die Meldung später, wurde die Datei gelöscht oder der Plugin-Ordner umbenannt. Je nach Plugin legt es die Datei neu an oder schaltet sich ab.

So behebst du es:

  1. Starte den Server einmal neu. Verschwindet die Meldung, hat das Plugin die Datei selbst angelegt.
  2. Prüfe unter Dateien, ob der Ordner unter plugins/ genau so heißt wie im Pfad der Meldung. Groß- und Kleinschreibung zählt.
  3. Fehlt die Datei weiterhin, stelle sie unter Sicherungen aus einer Sicherung wieder her.
  4. Hilft das nicht, installiere das Plugin neu.

Gut zu wissen: Enthält die Datei Spielerdaten, etwa Registrierungen oder Kontostände, bekommst du diese nur über eine Sicherung zurück. Eine neu angelegte Datei startet leer.

Eingestellter Weltgenerator ist nicht installiert

So sieht die Meldung aus:

Could not set generator for default world '<Welt>': Plugin '<Plugin>' does not exist

Was dahintersteckt: Ein Weltgenerator ist das Programm, das neue Landschaft erzeugt. In bukkit.yml oder in der Weltkonfiguration ist für die Welt ein Generator aus einem Plugin eingetragen, doch dieses Plugin ist nicht installiert oder wurde nicht geladen. Der Server erzeugt neue Gebiete dann mit dem normalen Generator. Bereits erkundete Bereiche bleiben, wie sie sind, an den Rändern kann die Landschaft aber unpassend weitergehen.

So behebst du es:

  1. Öffne unter Dateien die bukkit.yml und suche den Abschnitt worlds:. Unter dem Weltnamen steht dort generator: <Plugin>.
  2. Willst du den Generator behalten, installiere das genannte Plugin unter Plugins in einer passenden Version.
  3. Brauchst du ihn nicht mehr, entferne den generator-Eintrag.
  4. Starte den Server neu und prüfe in der Konsole, ob die Meldung verschwunden ist.

Gut zu wissen: Der Name hinter generator: muss exakt dem Plugin-Namen entsprechen. Ein Tippfehler führt zur selben Meldung, obwohl das Plugin installiert ist.

Konfiguration ist neuer als Plugin oder Server-Software

So sieht die Meldung aus:

[Configurations] Loading a newer configuration than is supported (<Dateiversion> > <unterstützte Version>)! You may have to backup & delete your global config file to start the server.

Was dahintersteckt: Die Konfiguration wurde von einer neueren Version geschrieben als der, die jetzt läuft. Typisch ist ein Downgrade, also der Wechsel auf eine ältere Plugin- oder Minecraft-Version. Die erste Zahl in Klammern ist die Version der Datei, die zweite die höchste, die das installierte Programm kennt. Neuere Einstellungen werden ignoriert. Spricht die Meldung von der „global config file“, stammt sie von Paper selbst und meint meist config/paper-global.yml.

So behebst du es:

  1. Prüfe, ob du kürzlich ein Plugin oder unter Version die Server-Version heruntergestuft hast.
  2. Entweder: Aktualisiere wieder auf die Version, zu der die Konfiguration passt.
  3. Oder: Stelle die Konfiguration unter Sicherungen aus einer Sicherung vom Stand der alten Version wieder her.
  4. Gibt es keine passende Sicherung, lade die Datei unter Dateien herunter, lösche sie und starte neu. Eine frische Datei wird angelegt, deine Anpassungen überträgst du danach von Hand.

Gut zu wissen: Wie du eine Version sicher wechselst, steht in Minecraft-Version und Modloader sicher wechseln.

MinecraftWarriors3 findet den Ordner der Map nicht

So sieht die Meldung aus:

[MinecraftWarriors3] [Offizielle Map] Quell-Ordner der Map nicht gefunden: ./plugins/MinecraftWarriors3/maps/<Map-Ordner>

Was dahintersteckt: MinecraftWarriors3 holt die offizielle Map aus einem Quellordner, der in seiner Konfiguration eingetragen ist. Dieser Ordner fehlt. Die Map kann deshalb weder kopiert noch gestartet werden, alles, was auf ihr läuft, fällt aus. Der Server selbst läuft weiter.

So behebst du es:

  1. Öffne unter Dateien den Pfad aus der Meldung. Der Punkt am Anfang (./) steht für das Hauptverzeichnis des Servers.
  2. Fehlt der Ordner, lade die Map dorthin hoch. Die Weltdateien müssen direkt im Ordner liegen, nicht in einem zusätzlichen Unterordner, wie er beim Entpacken eines Archivs oft entsteht.
  3. Liegt die Map woanders oder heißt der Ordner anders, korrigiere den Pfad in der Konfiguration unter plugins/MinecraftWarriors3/. Groß- und Kleinschreibung zählt.
  4. Starte den Server neu und prüfe die Konsole.

Gut zu wissen: Wie du eine Welt vollständig hochlädst, zeigt Minecraft-Welt hochladen und sicher wechseln.

Plugin kann ein Menü, Hologramm oder eine Textdatei nicht laden

So sieht die Meldung aus:

Failed to load hologram from file '<Datei>'
[YamlStorage] Failed to load npc file: <Datei>
Could not load messages.yml!

Was dahintersteckt: Ein Plugin konnte eine seiner Dateien nicht lesen, zum Beispiel ein Menü, eine Sprachdatei, ein Hologramm oder einen NPC (eine vom Server gesteuerte Figur). Meist steckt ein Formfehler in der Datei, ein doppelter Name oder eine Bedingung mit falscher Schreibweise dahinter. Bei Menü-Plugins sind Bedingungen oft kleine JavaScript-Ausdrücke, dann lautet die Meldung „Error in requirement javascript syntax“. Der betroffene Teil fehlt im Spiel, der Rest läuft weiter.

So behebst du es:

  1. Lies die Zeilen unter der Meldung. Sie nennen oft Zeile und Grund.
  2. Öffne die Datei unter Dateien und vergleiche sie mit dem Beispiel aus der Anleitung des Plugins.
  3. Findest du den Fehler nicht, benenne die Datei um, statt sie zu löschen, etwa in messages.yml.alt. Bei Konfigurations- und Sprachdateien legt das Plugin beim Neustart eine frische an.
  4. Übertrage deine Texte und Einstellungen Stück für Stück aus der alten Datei und starte erneut.

Gut zu wissen: Bei Dateien mit Hologrammen, NPCs oder Menüs gehen mit einer frischen Datei deren Einträge verloren. Hole sie in diesem Fall lieber aus Sicherungen zurück.

Einrückung oder Doppelpunkt falsch: Plugin-Datei nicht lesbar

So sieht die Meldung aus:

org.bukkit.configuration.InvalidConfigurationException: mapping values are not allowed here
Caused by: while parsing a block mapping
The file plugins/<Plugin>/<Datei>.yml is broken, it has been renamed …

Was dahintersteckt: YAML baut seine Struktur aus Einrückung und Doppelpunkten auf. „mapping values are not allowed here“ heißt meist, dass in einem Wert ein Doppelpunkt mit folgendem Leerzeichen steht, ohne dass der Wert in Anführungszeichen gesetzt ist, oder dass eine Zeile falsch eingerückt ist. „while parsing a block mapping“ deutet auf eine Zeile, die weiter oder weniger weit eingerückt ist als ihre Nachbarn. Das Plugin nutzt die Datei dann nicht und fällt auf Standardwerte zurück oder startet gar nicht. EssentialsX benennt eine kaputte Datei um und legt eine neue an.

So behebst du es:

  1. Öffne die genannte Datei unter Dateien und geh zur Zeile aus der Meldung. Schau dir auch die Zeile darüber an.
  2. Rücke nur mit Leerzeichen ein, gleichrangige Schlüssel genau gleich weit.
  3. Setze Texte mit Doppelpunkt in Anführungszeichen, etwa message: "Achtung: Neustart".
  4. Ein YAML-Prüfer im Browser zeigt dir die Fehlerstelle. Starte danach den Server neu.

Gut zu wissen: Hat EssentialsX die Datei umbenannt, liegt deine alte Fassung daneben. Übertrage deine Änderungen in die neue Datei, statt die kaputte zurückzukopieren.

Ungültige Rechenformel in einer Plugin-Konfiguration

So sieht die Meldung aus:

net.objecthunter.exp4j.tokenizer.UnknownFunctionOrVariableException: Unknown function or variable '<Ausdruck>' …

Was dahintersteckt: Manche Plugins berechnen Werte aus Formeln in ihrer Konfiguration, etwa Preise, Belohnungen oder Abklingzeiten. Die dafür genutzte Rechenbibliothek exp4j kennt nur Zahlen, Rechenzeichen, eingebaute Funktionen und die Variablen, die das Plugin bereitstellt. Steht in der Formel etwas anderes, zum Beispiel „100t“ statt „100“, bricht die Berechnung ab. Die zugehörige Funktion des Plugins arbeitet dann nicht wie gedacht. Der Server läuft weiter.

So behebst du es:

  1. Notiere den Ausdruck in Hochkommas aus der Meldung.
  2. Finde das Plugin über den Stacktrace, die eingerückten at-Zeilen darunter. Dort steht meist der Dateiname des Plugins, etwa <Plugin>.jar//.
  3. Suche den Ausdruck in den Konfigurationsdateien dieses Plugins. Bei vielen Dateien hilft es, den Ordner per SFTP herunterzuladen und am eigenen Rechner zu durchsuchen.
  4. Ersetze ihn durch eine Zahl oder eine gültige Formel. Welche Variablen erlaubt sind, steht in der Anleitung des Plugins.
  5. Lade das Plugin neu oder starte den Server neu.

Gut zu wissen: Den SFTP-Zugang richtest du so ein: Serverdateien im Panel bearbeiten und per SFTP verbinden.

FancyNpcs: NPC-Aktion mit leerem Zufallsbereich

So sieht die Meldung aus:

Exception in thread "FancyNpcs-ActionExecutor" java.lang.IllegalArgumentException: bound must be positive

Was dahintersteckt: Eine Aktion eines NPCs aus FancyNpcs soll per Zufall etwas auswählen, zum Beispiel eine von mehreren Folgeaktionen. Ist die Auswahl leer oder der Zahlenbereich negativ, lässt sich keine Zufallszahl bilden, und die Aktion bricht ab. Spieler merken das daran, dass beim Klick auf den NPC nichts oder nur ein Teil passiert. Der Server und die anderen NPCs laufen weiter.

So behebst du es:

  1. Aktualisiere FancyNpcs auf die aktuelle Version für deine Server-Version.
  2. Prüfe die Aktionen des betroffenen NPCs. Jede Zufallsauswahl braucht mindestens einen Eintrag, Zahlengrenzen müssen positiv sein.
  3. Die Daten der NPCs liegen unter Dateien im Ordner plugins/FancyNpcs. Lege vor einer Änderung eine Sicherung an und bearbeite die Dateien nur bei gestopptem Server.
  4. Starte den Server und klicke den NPC zum Test an.

Gut zu wissen: Die Meldung nennt den NPC nicht. Hast du mehrere NPCs mit Zufallsaktionen, teste sie nacheinander und beobachte dabei die Konsole.

Text mit alten Farbkürzeln in einem MiniMessage-Feld

So sieht die Meldung aus:

Legacy formatting codes have been detected in a MiniMessage string …

Was dahintersteckt: MiniMessage ist eine Schreibweise für Textformatierung mit Tags in spitzen Klammern, etwa <red> oder <bold>. Viele aktuelle Plugins nutzen sie für Chat, Titel und Menüs. Alte Farbkürzel mit & oder § versteht MiniMessage nicht. Steht so ein Kürzel in einem Text, erscheint er falsch formatiert oder gar nicht. Der Server läuft weiter.

So behebst du es:

  1. Finde das Plugin. Die Zeile vor der Meldung oder der Stacktrace darunter nennt es meist.
  2. Öffne unter Dateien seine Konfigurations- oder Sprachdatei und ersetze die alten Kürzel durch Tags:
    • &c wird <red>, &a wird <green>, &e wird <yellow>
    • &l wird <bold>, &o wird <italic>, &r wird <reset>
    • &#37FF00 oder §x§3§7… wird <#37FF00>
  3. Bietet das Plugin in seinen Einstellungen einen Legacy-Modus für alte Kürzel, kannst du stattdessen diesen einschalten.
  4. Lade das Plugin neu oder starte den Server neu und prüfe den Text im Spiel.

Gut zu wissen: Mische in einem Text nie beide Schreibweisen. Ein einziges übrig gebliebenes & reicht für die Meldung.

Paxel: Wert für eine Werkzeugstufe fehlt

So sieht die Meldung aus:

[Paxel] Setting "<Einstellung>" for tier "<Stufe>" is not defined in the config!

Was dahintersteckt: Ein Paxel ist ein Werkzeug, das Spitzhacke, Axt und Schaufel vereint. Das Plugin Paxel bietet es in mehreren Stufen an, und jede Stufe braucht in der Konfiguration bestimmte Pflichtwerte. Für die genannte Stufe fehlt einer davon. Diese Paxel kann dann nicht hergestellt oder ausgegeben werden. Häufig passiert das nach einem Update, wenn die neue Version eine Einstellung erwartet, die in der alten Datei noch fehlt.

So behebst du es:

  1. Öffne unter Dateien die Konfiguration im Ordner plugins/Paxel.
  2. Suche die Stufe aus der Meldung und ergänze die genannte Einstellung. Eine vollständige Stufe in derselben Datei dient dir als Vorlage.
  3. Alternativ benennst du die Datei um und startest neu. Das Plugin schreibt dann die Standardkonfiguration der aktuellen Version, und du überträgst deine Anpassungen.
  4. Starte den Server neu und prüfe die Konsole.

Gut zu wissen: Achte beim Ergänzen auf dieselbe Einrückung wie bei den übrigen Werten der Stufe, sonst folgt ein YAML-Fehler.

Ungültige Berechtigung in der plugin.yml eines Plugins

So sieht die Meldung aus:

Permission node '<Plugin>.<Recht>' in plugin description file for <Plugin> v<Version> is invalid

Was dahintersteckt: Jedes Plugin beschreibt in seiner plugin.yml, einer Datei im Inneren der Plugin-JAR, die Berechtigungen, die es mitbringt. Eine dieser Beschreibungen ließ sich nicht laden. Der genannte Name kann dabei völlig korrekt sein. Oft fehlt eine Eigenschaft der Beschreibung oder sie ist falsch formatiert. Meist startet das Plugin trotzdem, diese Berechtigung wird aber nicht mit ihren Standardwerten angelegt.

So behebst du es:

  1. Lies in der Meldung, welches Plugin betroffen ist.
  2. Aktualisiere es auf einen Build, der zu deiner Server-Version passt. Tausche die JAR dafür bei gestopptem Server aus.
  3. Ist es ein eigenes Plugin, prüfe den gesamten permissions-Block der plugin.yml gegen das Bukkit-Format, nicht nur den Namen. Jeder Eintrag ist ein Abschnitt mit Eigenschaften wie description, default (true, false, op oder not op) und children.
  4. Starte den Server neu.

Gut zu wissen: Vergibst du Rechte ohnehin selbst mit einem Rechte-Plugin wie LuckPerms, hat die Meldung meist wenig Auswirkung auf deine Spieler.

SuntexSocial: SOCKS5-Proxy ohne Adresse

So sieht die Meldung aus:

[SuntexSocial] … SOCKS5 proxy is enabled, but telegram.proxy.host is empty

Was dahintersteckt: SuntexSocial verbindet deinen Server mit einem Telegram-Bot. In der Konfiguration ist eingestellt, dass der Bot über einen SOCKS5-Proxy ins Internet geht. Ein Proxy ist ein Vermittlungsserver, über den die Verbindung läuft. Die Adresse dieses Proxys (telegram.proxy.host) ist aber leer. Der Telegram-Bot startet deshalb nicht, der Minecraft-Server läuft normal weiter.

So behebst du es:

  1. Öffne unter Dateien die Konfiguration im Ordner plugins/SuntexSocial.
  2. Brauchst du den Proxy, trage unter telegram und proxy bei host den Hostnamen und dazu den passenden Port ein. Beides bekommst du vom Anbieter des Proxys.
  3. Brauchst du keinen Proxy, schalte den SOCKS5-Proxy in derselben Konfiguration aus.
  4. Starte den Server neu und prüfe, ob der Bot antwortet.

Gut zu wissen: Ein Proxy ist nur nötig, wenn Telegram aus dem Netz des Servers nicht direkt erreichbar ist. Ohne diesen Grund lässt du ihn ausgeschaltet.

Weltgenerator-Plugin startet zu spät

So sieht die Meldung aus:

Could not set generator for default world '<Welt>': Plugin '<Plugin>' is not enabled yet

Was dahintersteckt: Für die Hauptwelt ist ein Generator aus einem Plugin eingestellt, das Plugin startet aber erst, nachdem der Server die Welten geladen hat. Die Welt nutzt dann den normalen Generator, neue Gebiete sehen also anders aus als geplant. Für bereits erzeugte Gebiete ändert sich nichts. Der Server läuft normal.

So behebst du es:

  1. Lies in der Anleitung des Generator-Plugins nach, wie es für die Hauptwelt eingerichtet wird.
  2. Meist gehört der Generator in bukkit.yml unter worlds: zum Namen der Hauptwelt.
  3. Das Plugin muss beim Serverstart laden, also vor den Welten. Das legt der Entwickler in der plugin.yml mit load: STARTUP fest. Kommt die Meldung trotzdem, prüfe, ob die installierte Version zu deiner Server-Version passt.
  4. Starte den Server neu und prüfe die Konsole.

Gut zu wissen: Gebiete, die schon mit dem normalen Generator entstanden sind, bleiben so. Soll die ganze Welt mit dem neuen Generator entstehen, brauchst du eine neue Welt. Sichere die alte vorher unter Sicherungen.

LuckPerms kann die Importdatei nicht lesen

So sieht die Meldung aus:

[LuckPerms] Error whilst reading from the import file

Was dahintersteckt: Mit dem Import übernimmt LuckPerms Gruppen, Rechte und Spielerdaten aus einer Datei, die vorher mit dem Export erstellt wurde, zum Beispiel beim Umzug von einem anderen Server. Die gewählte Datei konnte LuckPerms nicht lesen oder ihr Format nicht verarbeiten. Der Import bricht ab. Der Server läuft weiter.

So behebst du es:

  1. Prüfe unter Dateien, ob die Datei im Ordner plugins/LuckPerms liegt und ihr Name genau dem im Befehl entspricht.
  2. Lade die Datei unverändert hoch, so wie der Export sie erzeugt hat, also nicht entpackt, umbenannt oder bearbeitet.
  3. Lies die Fehlermeldung direkt unter dieser Zeile. Sie nennt die genaue Stelle, an der das Lesen scheiterte.
  4. Starte den Import danach erneut mit /lp import <Datei>.

Gut zu wissen: Wie du Gruppen und Rechte in LuckPerms aufbaust und prüfst, zeigt LuckPerms einrichten: Rechte und Gruppen.

Paper-Einstellung enthält einen unbekannten Wert

So sieht die Meldung aus:

Encountered an unexpected exception
org.spongepowered.configurate.serialize.SerializationException: [<Pfad der Einstellung>] <unbekannter Wert> …

Was dahintersteckt: Paper liest seine Einstellungen aus config/paper-global.yml, config/paper-world-defaults.yml und je Welt aus der paper-world.yml im Weltordner. In einer dieser Dateien steht ein Wert, den deine Serverversion nicht kennt, zum Beispiel ein Gegenstand oder ein Datenbestandteil, den es erst in einer neueren Version gibt oder der umbenannt wurde. Die Einstellung wird nicht übernommen. Typisch nach einem Wechsel auf eine ältere Version oder wenn Dateien von einem anderen Server kopiert wurden.

So behebst du es:

  1. Lies die Meldung: In eckigen Klammern steht der Pfad der Einstellung, also die Schlüssel von außen nach innen, danach folgt der unbekannte Wert.
  2. Öffne die passende Datei unter Dateien im Ordner config oder im Weltordner und geh den Pfad entlang.
  3. Korrigiere den Wert auf einen Namen, den deine Version kennt, oder entferne ihn.
  4. Starte den Server neu.

Gut zu wissen: Entfernst du eine ganze Einstellung, trägt Paper beim nächsten Start den Standardwert wieder ein.

BMenu: Menükennung ist bereits vergeben („key already exists“)

So sieht die Meldung aus:

[BMenu] key already exists <Bereich>:<Menü>

Was dahintersteckt: BMenu verwaltet Menüs über eindeutige Kennungen. Wird eine bereits belegte Kennung erneut registriert, verwirft das Plugin den neuen Eintrag und behält den vorhandenen. Dadurch können Änderungen an der zweiten Menüdefinition fehlen oder ein anderes Menü als erwartet erscheinen. Der Server läuft weiter.

So behebst du es:

  1. Erstelle unter Sicherungen eine Sicherung deiner Einstellungen, bevor du Menüdateien bearbeitest.
  2. Lies die vollständige Kennung in der Konsole. Vergleiche unter Dateien die Kennungen der BMenu-Menüdefinitionen und prüfe auch importierte Menüs auf doppelte Definitionen.
  3. Entferne eine überflüssige Kopie oder gib dem zweiten Menü eine eindeutige Kennung. Passe Verweise auf eine geänderte Kennung ebenfalls an.
  4. Starte den Server vollständig neu und teste die betroffenen Menüs. Bleibt die Meldung trotz eindeutiger Definitionen, melde den Ablauf mit dem vollständigen Startlog an den BMenu-Autor.

Gut zu wissen: Die Reihenfolge der Registrierung bestimmt, welcher Eintrag erhalten bleibt. Verlass dich deshalb nicht auf eine bestimmte Dateireihenfolge.

Deine Meldung ist nicht dabei?

Lies die ganze Meldung in der Konsole oder in logs/latest.log, auch die Zeilen direkt davor. Oft steht dort, welches Plugin gerade seine Dateien lädt. Im Stacktrace darunter erkennst du das Plugin am Dateinamen der JAR oder am Ordner plugins/<Plugin>/ im Pfad. Nennt die Meldung eine Datei mit Zeile und Spalte, ist es fast immer ein Formfehler wie in den Abschnitten oben. Lege vor jeder Änderung eine Sicherung an. Kommst du nicht weiter, öffne ein Ticket und nenne die Uhrzeit der Meldung.